Am Freitag feierte Ministerpräsident Michael Kretschmer das Richtfest am Senckenberg-Institut und begleitet eine Initiative der Handelshochschule Leipzig in Görlitz. Heute übergibt Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt – ebenfalls in Görlitz – einen Fördermittelbescheid von über 9,1 Millionen Euro für die Construction Future Lab gGmbH, eine Tochtergesellschaft der Technischen Universität Dresden. Mit dem Construction Future Lab soll in Görlitz ein interdisziplinär arbeitendes Anwendungs-, Entwicklungs- und Erprobungsumfeld für Bau- und Baumaschinentechnologien geschaffen werden. Für das Gesamtprojekt sind insgesamt 15,3 Millionen Euro aus Mitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen vorgesehen. 

Frank Peschel, AfD-Landtagsabgeordneter aus Bautzen kommentiert: 

„Wohlweislich, dass die Bauwirtschaft in und um Bautzen sehr bedeutend ist und mit Hentschke-Bau ein national bekanntes Bauunternehmen zu Hause ist, wird Bautzen bei der Vergabe von ‚Kohlegeldern’ und Ansiedlung von Zukunftsprojekten massiv benachteiligt. 

Ich bin davon überzeugt, dass für die Ansiedlung des Construction Future Lab gGmbH, Bautzen der bessere Standort gewesen wäre. Immerhin wird fast 20 Prozent der Wirtschaftsleistung in Bautzen durch das Baugewerbe erzielt. 

Bautzen hat sehr gute Rahmenbedingungen und bietet hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten. 

Mich ärgert die einseitige Bevorteilung von Görlitz gegenüber Bautzen durch die Staatsregierung. 

Die Vernachlässigung gefährdet die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis Bautzen. Die Staatsregierung in Dresden weiß, wie wichtig der Bahnausbau, die Ansiedlung von Forschungseinrichtungen oder die Vielfalt von Ausbildungsangeboten ist. Dennoch wird fast nichts unternommen, damit der Landkreis Bautzen den erzwungenen Strukturwandel positiv meistern kann.“


Frank Peschel
Mitglied des Sächsischen Landtages

Rathaus Bautzen, Foto: Frank Peschel

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